Brand im Ausflugsgasthof „Latschenwirt“

30.12.2013, 18.18 Uhr (Nr. 80) – Brand im Ausflugsgasthof „Latschenwirt“

In den frühen Abendstunden des 30. Dezember 2013 brach in der Dachgeschoßwohnung des beliebten Ausflugsgasthofes „Latschenwirt“ in Großgmain, für längere Zeit unbemerkt, ein Brand aus.

Als die Pächter des Gasthofes kurz nach 18.00 Uhr nach Hause kamen, bemerkten diese den Brand und alarmierten sofort über den Notruf 122 die FF Großgmain.

Diese rückte kurze Zeit später unter dem Kommando von OFK OBI Markus Fallenegger zum Einsatzort aus.

Da der Gasthof etwas abgelegen liegt, dauerte bereits die Anfahrt einige Minuten, sodass für die ausrückende Mannschaft die ersten Minuten keine näheren Einsatzbefehle erteilt werden konnten, lediglich die Ausrüstung von Atemschutztrupps konnten von den jeweiligen Fahrzeugkommandanten bereits während der Anfahrt in Auftrag gegeben werden.

Nach Eintreffen des Einsatzleiters ergab sich folgende Lage:

Starke Rauchentwicklung im Bereich des Dachgeschoßes, keine Personen im Gebäude bzw. verletzt, Gefahr der raschen Brandausbreitung.

Sofort wurde vom anwesenden Einsatzleiter an Rüstlösch Großgmain der Auftrag gegeben, direkt zum Brandobjekt vorzufahren, die Einsatzstelle auszuleuchten, einen Atemschutztrupp auszurüsten und einen Innenangriff mit HD-Rohr zu starten. Weiters wurden B-Rohre im Aussenbereich positioniert und eingesetzt.

An Pumpe 1 Großgmain wurde der Einsatzbefehl erteilt, einen Atemschutztrupp auszusrüsten und die Einsatzstelle von der anderen Gebäudeseite auszuleuchten, sodass fast das gesamte Areal beleuchtet war, da in dieser Gegend keine anderen Lichtquellen vorhanden sind. Weiters wurde die Mannschaft dieses Fahrzeuges beauftragt, eine Zubringleitung von Rüstlösch Großgmain zur Saugstelle entgegenzulegen.

An Pumpe 2 Großgmain wurde der Einsatzbefehl erteilt, eine Saugstelle im nahe gelegenen Kohlgrabenbach zu errichten sowie die Zubringleitung zu Rüstlösch Großgmain zu errichten.

Last Großgmain wurde in den Atemschutzsammelplatz miteingebunden.

Nach ersten Löschversuchen und häufiger Personalablöse bei den Atemschutzkräften wurde schnell klar, dass mit den eigenen Kräften nicht das Auslangen gefunden werden konnte.

So wurde vom Einsatzleiter an die LAWZ Salzburg der Befehl erteilt, unverzüglich Alarmstufe 2 (FF Bayerisch Gmain) auszulösen sowie die Drehleitermannschaft der FF Wals-Siezenheim zu alarmieren.

Nach ca. 10 Minuten trafen die weiteren Kräfte am Einsatzort ein, sodass an die FF Bayerisch Gmain der Befehl erteilt wurde, Atemschutzgeräteträger am Atemschutzsammelplatz als Reserve bzw. Ablöse bereitzustellen.

Die Drehleitermannschaft der FF Wals-Siezenheim positionierte die DL Wals direkt am Brandobjekt, das automatisch mitfahrende Tanklöschfahrzeug wurde zur Wasserversorgung für die DL Wals eingesetzt.

Im Kommandofahrzeug der FF Wals-Siezenheim wurde die Einsatzleitung zur Unterstützung des Einsatzleiters eingerichtet, da auch die Funkverbindung an nicht im Einsatzbereich befindliche Stellen äusserst schlecht war.

Aufgrund des größeren Personalaufwandes bei den Atemschutzgeräteträgern wurde schnell klar, dass die Atemluftreserven zur Neige gehen werden, sodass noch zusätzlich Last Wals nachalarmiert wurde, um Versorgungsfahrten diesbezüglich durchzuführen, da Last Großgmain bereits beim Atemschutzsammelplatz miteingebunden und vom Einsatzort nicht abgezogen werden konnte.

In weiterer Folge wurde durch die Einsatzleitung organisiert, dass in der Landesfeuerwehrschule Salzburg die Preßluftflaschen für etwaige weitere Einsatzaufträge wiederbefüllt werden konnten, welche durch Last Wals hineinbefördert wurden.

Nach erster Lageerkundung durch die eingesetzten Atemschutzkräfte wurde gemeldet, dass der gesamte Dachstuhlbereich im Inneren in Brand stünde, sodass vom Einsatzleiter der Befehl erging, die Dachhaut stellenweise zu öffnen und mit der Wärmebildkamera die Brandherde zu lokalisieren und abzulöschen.

In weiterer Folge wurden vom Lager einer ortsansässigen renommierten Baufirma Absturzsicherungen für die am Dach befindliche Mannschaft sowie Planen für die provisorische Abdeckung des Daches organisiert.

Nach diesen Vorkehrungen konnte beobachtet werden, dass der aufsteigende Rauch immer weniger und somit der Brand unter Kontrolle gebracht wurde.

Um 20.56 Uhr konnte vom Einsatzleiter über die Einsatzleitung an die LAWZ Salzburg „BRAND AUS“ gegeben werden.

Nach kurzer Begehung der Exekutive und des Einsatzleiters wurde das Objekt verschlossen und der Schlüssel an den Feuerwehreinsatzleiter übergeben.

Die anwesenden Kräfte konnten wieder ins Feuerwehrhaus einrücken, eine Mannschaft blieb mit Rüstlösch Großgmain als Brandwache noch bis in die frühen Morgenstunden an der Einsatzstelle.

Die Brandursachenermittlung durch Sachverständige wurde am Morgen des 31. Dezember 2013 aufgenommen.

Gesamteinsatzleiter: OFK OBI Markus Fallenegger

Eingesetzte Fahrzeuge und Mannschaft:

FF Großgmain:
Rüstlösch, Pumpe 1, Pumpe 2 und Last Großgmain mit 40 Mann
Einsatzleiter: OFK OBI Markus Fallenegger

FF Wals-Siezenheim:
Drehleiter, Tank, Last und Kommando Wals mit 17 Mann
Einsatzleiter: OFK ABI Johann Berger

FF Bayerisch Gmain:
Tank, Pumpe und Last Bayerisch Gmain mit 33 Mann
Einsatzleiter: OFK OBm Thomas Hörl

Einsatzende: 07.00 Uhr (31.12.2013)

 

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